NEU Die CD Assumpta est Maria des Vokalensembles Vox Nostra ist eine auditive Illustration des Festes Mariä Himmelfahrt, einem der höchsten Festtage des Mittelalters. Neben ruhig atmenden Gregorianischen Chorälen des 10. Jh. - gesungen nach der originalen Neumennotation - erklingen mehrstimmige Kompositionen von Leonin und Perotin aus der Kathedrale Notre-Dame de Paris und seltene dreistimmige Gesänge aus dem Zisterzienserinnenkloster Las Huelgas aus Nordspanien. Die musikalische Struktur der CD orientiert sich an einer hochmittelalterlichen Messe.
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1 Deus misertus hominis | Conductus (Perotin)In Paris wurde im Jahre 1163 damit begonnen, die Kathedrale Notre-Dame im neuen gotischen Stil zu errichten. "Zu Stein gewordene Musik" nennt der Kunsthistoriker Otto von Simson die überwältigende Raumkonzeption im Hinblick auf die exakten Proportionen, die nicht nur der Architektur, sondern auch der Musik des Mittelalters zugrundeliegen. Ähnlich wie im vertikalen Bauprinzip der gotischen Kathedralen finden wir in der liturgischen Musik des ausgehenden 12. Jahrhunderts eine Schichtung von bis zu vier übereinanderliegenden Einzelstimmen. Verantwortlich für diese frühen Formen der Mehrstimmigkeit sind die Magister Leoninus und Perotinus. Die CD bietet eine Auswahl von liturgischen Gesängen aus Messe und Stundengebet.
Nokturnen - auch Vigilien genannt - bilden den ältesten und umfangreichsten Teil des klösterlichen Stundengebets, das von den Nonnen und Mönchen siebenmal während eines Klostertages gesungen wird. Die einstimmigen Gesänge sind dem im 10. Jahrhundert entstandenden Codex 390/391 des St. Galler Schreibermönchs Hartker entnommen. Die mehrstimmigen Geleitgesänge entstammen Musikhandschriften aus dem spanischen Kloster Las Huelgas und aus der Kathedrale Notre-Dame de Paris.
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